Wie lerne ich fotografieren?

Posted on by on März 1st, 2014 | 0 Comments »

Eine oft gestellte Frage… wie lerne ich am besten fotografieren… Die höre ich oft, auf Workshops, Stammtischen und per Mail. Meine Antwort ist eigentlich immer, dass fotografieren nur aus Blende, Zeit und Iso besteht, und man einfach nur verstehen muss, wie sich diese drei Werte untereinander verhalten. Alles andere an den Kamera´s ist Luxus. Macht uns das Leben leichter, aber man braucht es nicht um gute Fotos zu machen. Allerdings ist das Grundwissen um Blende, Zeit und Iso Lebenswichtig. Als zweites muss man verstehen was der Belichtungsmesser misst. Wie war das noch mal? 18% grau? Genau. Ein Belichtungsmesser versucht immer einen neutral grauen Wert zu ermitteln. Also muss ich versehen was ist denn alles neutral grau…

Einer der Fotografen, die ich am meisten schätze, hat vor einiger Zeit ein tolles Buch veröffentlicht. Zack Arias hat aus den gesamten Fragen in seinem Blog ein Buch gedruckt: „Photography Q&A – Fragen und Antworten aus dem Alltag eines Fotografen„. Ein spannendes Buch!!

Und eine der Fragen lautete:

„Wie würdest Du dafür üben, um die richtige Belichtung so zu verinnerlichen wie atmen? Ich versuche es wirklich, aber ich habe immer das Gefühl, sie nicht richtig einzusetzen. Ich werde nervös und dann vergesse ich alles, ich hasse das“

Und Zack Aras antwortete folgendes:

„… Die Belichtung setzt sich aus Verschlusszeit, Blende und Iso zusammen. Außer wenn wir mit Blitz fotografieren. Aber das beachten wir jetzt erstmal nicht. Verschlusszeit. Blende. Iso. Das ist erstmal alles. Jedes Szenario, dass du vor dir siehst, brauch X Blende @ Y Verschlusszeit @ Z Iso.

Guck dir das Motiv an. Ist es 18% grau? Nah dran? Vielleicht dunkler? Vielleicht heller? Ganz grünes Gras ist 18% grau. Ein schönes Himmelblau ist 18% grau. Auch ein starkes Rot kann 18% grau sein. Du musst lernen, was „grau“ ist und was nicht, damit du vorhersehen kannst, was dein Belichtungsmesser „denkt“.

Ja es gibt viel zu lernen, aber um Belichtung zu lernen, braucht man nur Disziplin. Am Anfang wirst du die langweiligsten Fotos deines Lebens machen. Aber das ist okay. Jemand, der anfängt Klavier zu spielen, wird auch nicht das verschollene Mozartkonzert schreiben. Er wird nur Noten und Tonleitern spielen. Klavier spielen und Lieder schreiben sind zwei verschiedene Dinge. Lern zu spielen. Wenn du das kannst, kannst du anfangen, Lieder zu schreiben. Werde nur nicht nervös dabei. Hab Spaß daran.
Auftragen. Polieren.
Auftragen. Polieren“

 

Danke Zack Arias! Das könnte ihr in dem Bucht „Photograpy Q&A“ nachlesen. Auf Seite 6. Und es spricht mir aus der Seele. Auftragen. Polieren. Üben! Verstehen! Es gibt nur zwei wichtige Dinge im Leben eines Fotografen. Das wäre ein mal „Blende, Zeit, Iso“ und einmal „Was ist 18% grau“. Alles andere ist wirklich Luxus und macht keine besseren Bilder. Also gebt weniger für die Kamera aus und lernt die Basics!

Und wer gerne mal die Basics im Studio lernen und kennen lernen möchte, ist am 15. März genau richtig bei mir. Wir veranstalten zusammen mit der fotoforum Akademie und der Firma Hensel, den Workshop „Keep it simple“. In diesem Workshop geht es genau um solche Themen.

Auftragen. Polieren.

Danke Zack!

fotoforum



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