Lichtsetup

Posted on by on Januar 4th, 2012 | 4 Comments »

Letztens im Studio wurde ich gefragt, warum ich einen Blitz so nah vor die Wand steht und warum ich mein Lichtsetup so aufbaue, wie es gerade dort stand… Das hab ich mir zum Anlass genommen das dort aufgebaute Lichtsetup etwas ausführlicher zu beschreiben und einige Beispielbilder dazu zu zeigen. Hier erstmal das Ergebnis.

Das fertige Bild dazu ist an dem Workshopwochenende zusammen mit Cornelius Fischer in der Schweiz entstanden. Model war Mel und geschminkt wurde das ganze von Sara Woodtli. Aber das nur am Rande.

Was haben wir hier gemacht…

Nun wir haben eine große Hensel Octabox seitlich neben das Model gestellt. So groß, dass die Seite aber auch noch das Gesicht von vorne schön weich ausgeleuchtet wurde. Damit die andere Gesichtshälfte hierbei nicht zu dunkel wird, haben wir das ganze von der linken Seite mit einem großen Reflektor aufgehellt… Also eigentlich ein ganz einfaches Lichtsetup. Zusätzlich wollen wir noch den Hintergrund vignettieren. Nicht in Photoshop, sondern direkt bei der Aufnahme. Dazu haben wir einen Hensel Blitz auf einem Bodenstativ direkt hinter das Model gestellt und mit einer Wabe versehen, damit der Spot nicht zu groß wird. Durch den Abstand zwischen Blitz und Wand kann ich nun den Spot und die Vignette steuern. Je näher an die Wand, desto kleiner der Spot, je weiter weg desto größer der Spot und umso kleiner die Vignette. Dadurch kann ich die Vignettierung in dem Bild sehr fein steuern.
Zustäzlich kann ich aber auch mit dem Aufheller der auf der linken Seite steht die Ausleuchtung des Gesichts sehr feinfühlig steuern. Wenn ich den Aufheller ganz weglasse, habe ich schöne konturierte Schatten im Gesicht und mit dem Aufheller kann ich diese fast ganz aufhellen. Dadurch ist es mir möglich mit wenig Aufwand die Lichtsetzung im Gesicht sehr zu variieren. Dazu hab ich mal 2 Beispielbilder eingestellt. Einmal mit Aufheller (Rechts) und einmal ohne Aufheller (Links).


Einzigster Haken an diesem Lichtsetup…. ich muss sehr genau darauf achten, wie ich mit der Kamera zu meinem Model stehe. Ich muß genau in einer Achse mit dem Model und meinem Hintergrund Blitz stehen. Kleine Abweichungen dazu bewirken, das der Spot und die Vignette nach Links oder Rechts verschoben wird. Ansonsten habe ich damit ein sehr einfaches aber effektives und schönes Lichtsetup, was ohne großen Aufwand aufgebaut ist.

Zum Schluss nochmal alle Bilder dazu und noch ein weiteres Beispielbild.

In dem Zusammenhang möchte ich auch nochmal an unsere Workshops im Februar erinnern: Klick



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4 Comments

  1. Sven sagt:

    Vielen Dank für diesen ausführlichen Beitrag.
    Eine Frage habe ich. Hat es einen Vorteil die Vignettierung schon bei der Aufnahme zu erstellen? So ist man doch sicher eingeschränkter, sollte sie einem später am PC nicht gefallen oder?

    Grüße
    Sven

    • Thomas sagt:

      Hallo Sven! Warum bei der Aufnahme? Damit man sie später am PC nicht erstellen muß. 🙂
      Eingeschränkter ist man. Du bist auch bei der Aufnahme ziemlich fixiert auf diesen einen Ausschnitt. Sobald ich ein wenig nach Links oder Rechts gehe, ist die Vignette außerhalb der Achse verschoben. Aber wenn ich genau so ein Portrait machen will muß ich nicht erst Photoshop aufmachen. Zumal die Vignette ja nur hinter ihr ist, und nicht auch vor ihrem Körper. Aber das Bild ist bis auf eine leichte Verschiebung des Weißabgleichs Out of the Box. Von daher bist du hier in ca 15min mit dem kompletten Bild fertig ohne Photoshop zu bedienen. Ich versuche das soweit wie möglich bei der Aufnahme hinzubekommen. Mehr Fotografie, weniger Photoshop.


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